Lutz/Beucke holen Kieler-Woche-Sieg

Nach dem Sieg in der nationalen Olympia-Qualifikation sichern sich Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Strande) im 49er FX ihren dritten Kieler Woche-Sieg. Nach 2012 und 2016 geht die Kieler Goldmedaille an die deutschen Ausnahmeseglerinnen.


Der gelungenen Olympia-Qualifikation folgte der Kieler-Woche-Sieg: Tina Lutz/Susann Beucke. Foto: www.segel-bilder.de

Bis zur letzten Wettfahrt war es ein Bug-an-Bug-Rennen mit den Amerikanerinnen Stephanie Roble/Maggie Shea, denen ein zehnter Rang im letzten Rennen nicht reichte, um die deutsche Crew von Platz eins zu verdrängen. Auf Platz drei landeten die Britinnen Charlotte Dobson/Saskia Tidey. „Es ist etwas Besonderes in Kiel zu gewinnen. Heute Abend wird gefeiert“, so die Siegerinnen der deutschen Olympiaqualifikation direkt nach dem Zieleinlauf. Die Familie feierte die Siegerinnen schon beim Einlaufen in den Hafen. Nach den verpassten Tickets für die Olympischen Spiele in London und Rio gelang der Clou im dritten Anlauf.


Segeln plus X mit Hygiene und Abstand

Neben Segelsport auf höchstem Niveau kennzeichnete bislang auch traditionell eine bunte Eventfläche in Schilksee die Kieler Woche. Anders in diesem Jahr. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ausschließlich der Segelsport. Schilksee wird zu einer geschlossenen Gesellschaft ohne Eventareal. Das Hafengelände wird für die Öffentlichkeit abgesperrt. Die Aktiven sind mit Trainern und Organisatoren unter sich. Auf Veranstaltungszelte, die Sponsorenmeile und Verkaufsstände wird verzichtet. Das Regattahaus, der boot-Düsseldorf-Club als Check-In-Zelt, die Vaasahalle und das Areal rund um den Kieler Yacht-Club in Düsternbrook sind die Anlaufstellen an Land, ggf. wird die Bootshalle des KYC in Strande integriert. Die Aktiven, Organisatoren und Trainer erhalten Einlass-Tickets, die nur für bestimmte Areale gelten.

„Es sind enorme Herausforderungen, denen wir uns stellen, um den Seglerinnen und Seglern auch in diesem Jahr die Möglichkeit zu geben, Regatta zu segeln. Dabei steht die Gesundheit aller Beteiligten ganz klar im Vordergrund. Hygienevorschriften und Mindestabstandsregeln müssten eingehalten werden“, so der Organisationsleiter der Kieler-Woche-Regatten, Dirk Ramhorst. Zudem werden die Einreise-Vorschriften Einfluss auf die endgültigen Starterlisten nehmen.

Da das analoge Kieler-Woche-Erlebnis in Schilksee im Jahr der Pandemie also nicht stattfindet und Zuschauer vor Ort damit ausgeschlossen sind, legen die Veranstalter ein noch größeres Gewicht auf die digitale Öffentlichkeitsarbeit. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken wird ausgebaut, und die Regatten werden den Segelfans in aller Welt umfangreich über Kieler-Woche-TV virtuell zugänglich gemacht. Für den TV-Bereich zeichnet die Landeshauptstadt Kiel verantwortlich und trägt die entsprechenden Kosten.


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