Meldung vom 29. Januar 2021

Kieler Woche 2021: Entscheidung über Zeitpunkt fällt im März – Stadt plant Verzicht auf Stand- und Flächenmiete

Im vergangenen September erlebten die internationale Segelelite, Musikfans und alle Kieler*innen eine etwas andere Kieler Woche unter Corona-Bedingungen. Im Mittelpunkt standen dabei viele digitale Angebote, dezentrale Veranstaltungen vor begrenztem Publikum und ein umfangreiches Hygienekonzept. So konnten gemeinsame reale und digitale Erlebnisse für alle geschaffen werden. Derzeit entwickeln das Kieler-Woche-Büro, die Segelvereine und viele Partner*innen das Programm für die diesjährige Auflage des Segel- und Sommerfestivals.

„2020 sind wir neue Wege gegangen und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Unser Ziel für die Kieler Woche 2021 ist es nun, wieder näher an das ‚Original‘ heranzukommen. Das heißt: Möglichst viele Angebote umsonst, draußen und für alle. Dabei behalten wir die Corona-Entwicklung natürlich genau im Blick“, erklärt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

Ob die Kieler Woche 2021 wie geplant vom 19. bis 27. Juni stattfinden kann, hängt unter anderem mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens und dem Fortschreiten der Impftätigkeit zusammen. „Die finale Entscheidung des Termins werden wir Ende März gemeinschaftlich und in Abstimmung mit der Selbstverwaltung treffen. Zu diesem Zeitpunkt wird eine belastbarere Abschätzung der Situation im Juni möglich sein“, so Kämpfer.

Für die Planer*innen steht fest: Falls Eventflächen mit Live-Konzerten und Flanierbereiche aufgrund von Corona-Auflagen nicht möglich sind, muss über eine Absage der Flächen und eventuell auch eine Verlegung der gesamten Kieler Woche gesprochen werden. Bei geringfügigen Einschränken – wie beispielsweise einer Höchstzahl an Gästen auf einer Fläche oder einer Verringerung des Angebots – bleibt eine Umsetzung mit gewohntem „Kieler-Woche-Gefühl“ realistisch.

Zudem sollen der seglerische und der sommerfestliche Teil der Kieler Woche unabhängig voneinander betrachtet werden, da davon auszugehen ist, dass die Anforderungen an ein Sportereignis anders sein werden als für ein Festival. Eine gemeinsame Verlegung der Segelsportveranstaltung und des Sommerfestivals ist nur dann möglich, wenn sich eine Lücke im weltweiten Segelkalender ergibt.

„Durch die Verschiebung zahlreicher internationaler Veranstaltungen und Meisterschaften von 2020 auf dieses Jahr gibt es im Moment keine wirklichen Lücken“, erläutert Regatta-Organisationsleiter Dirk Ramhorst: „So ist eine mögliche Verschiebung der seglerischen Kieler Woche derzeit kaum eine Option, wenngleich wir die perspektivische Entwicklung des Inzidenzgeschehens und der Verordnungslage natürlich ebenso beobachten wie die Lockerungsszenarien in Deutschland und im Ausland.“

Die Meldungen der Segler*innen zur Kieler Woche 2021 haben bereits nach einer Woche einen Status erreicht, der in „normalen“ Jahren erst Anfang Mai erreicht wird. „Dies spiegelt die Zuversicht der Segler*innen, dass wir auf der Basis der erfolgreichen Kieler Woche 2020 unter Corona-Bedingungen auch in diesem Jahr – vermutlich mindestens unter vergleichbaren Bedingungen –
ein hochklassiges Event durchführen können“, so Ramhorst.

Auch die Marine als langjährige Partnerin der Kieler Woche freut sich auf das Segel- und Sommerfestival. Flottillenadmiral Christian Bock, Kommandeur der Einsatzflottille 1, betont: „Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass eine Kieler Woche gut funktioniert, wenn man sich auf den Kern konzentriert und den Menschen viele Elemente auf verschiedenen Wegen zugänglich macht. Auch zur Kieler Woche 2021 ist die Marine natürlich wieder mit an Bord und wird ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Festwoche leisten.“ Dabei werde die Corona-Lage natürlich genau beobachtet: „Bei uns gilt nicht nur während der Pandemie das Credo ‚Leben in der Lage‘. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Kieler-Woche-Büro und vielen anderen die Veranstaltung verantwortungsvoll und krisensicher umsetzen zu können“, so Bock.

Der Beschlussvorschlag zu diesen Themen geht am Mittwoch, 10. Februar, in den Hauptausschuss. Die Vorlage sieht auch vor, bei allen städtischen Flächen und Ständen (außer Promotionständen) in diesem Jahr auf Mieteinnahmen zu verzichten und ausschließlich die Infrastrukturkosten abzurechnen. Die Mittel kommen so den zahlreichen regionalen Partner*innen, zum Beispiel Standbetreiber*innen und Veranstalter*innen, zugute und fördern damit die regionale Wirtschaft. Um dies umzusetzen, sind zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro nötig.

Da die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch noch in den kommenden Jahren zu erheblichen Auswirkungen insbesondere in der Veranstaltungsbranche führen werden, plant die Landeshauptstadt Kiel zudem eine Umstrukturierung der verschiedenen Vergabesysteme der Kieler Woche. Die Überarbeitung der verschiedenen bestehenden Satzungen sowie Beteiligungs- und Vergabemodelle soll langfristig die Beteiligungen für mögliche Partner*innen der Kieler Woche transparenter gestalten und den Kostendruck bei Flächen und Ständen reduzieren.

Pressemeldung 032/29. Januar 2021/ari


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